Computer sind Maschinen, die uns helfen sollen,
Probleme zu lösen, die wir ohne sie gar nicht hätten.

 

Netzwerk

 

Ein eigenes Netzwerk erscheint (erschien? – jedenfalls Anfang der 90er Jahre des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts) für eine einzelne Person auf den ersten Blick ein we­nig überkandidelt. In der Tat em­pfin­de ich das mit­unter selbst so, be­son­ders wenn der damit ver­bun­de­ne organisatorische, fi­nan­zi­elle und administrative Auf­wand mitunter zu­lasten der eigentlichen, pro­duk­ti­ven Arbeit geht. Gleich­wohl ist ge­ra­de das Letztgenannte, die pro­duk­tive Arbeit, Grund wie Anlaß des Netz­wer­kes.

Und: Vom Blatt weg (d.h. an­hand und entlang tech­ni­scher Spezifikationen) zu pro­gram­mie­ren, ist zwar eine wich­tige Fer­tig­keit eines Pro­gram­mie­rers. Al­ler­dings ist ein Kunde kaum damit zu­frie­den, wenn er hört: Laut Hard-/Software-Dokumentation funk­tio­niert das Pro­gramm, obwohl es in Wirk­lich­keit eben nicht läuft. Mithin be­darf es neben der Li­te­ra­tur-Re­cher­che (Do­ku­men­ta­tio­nen, Spe­zi­fi­ka­tio­nen) immer auch einer ge­eig­ne­ten Test-Um­ge­bung, wenn ein Soft­ware-Pro­dukt eben nicht nur auf dem Papier funktionieren soll.

Im Laufe der Jahre ist die EDV-Ausstattung Stück um Stück angewachsen. Auch das De­sign mei­nes Netzes hat im Laufe der Zeit man­che Wand­lungen durch­ge­macht. Es begann zu­nächst (An­fang der 80er Jahre des ver­gan­genen Jahr­hun­derts u.Z.) auf der Basis einfacher se­ri­el­ler Ver­bin­dun­gen (mit Little Big Lan/LBL), die den wech­sel­sei­ti­gen Zu­griff (was heuer peer-to-peer ge­heißen wird) mit im­mer­hin 115 KBit gestatteten  – nach­dem die ent­spre­chenden Bauteile (UARTs) ge­fun­den und ein­ge­baut wa­ren.

Dann kam mit der Netware Zeit (v2.11, 3.x; et­wa Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre) die Ether­net-Ver­bin­dung auf  –  mittels BNC-Ka­beln und IPX/SPX Pro­to­koll.

Ende der 90er wurde diese Verkabelung dann all­mählich durch UTP ersetzt. Zunächst wurde das Netz seg­men­tiert (zwei Sub-Netze, eines mit BNC-, eines mit UTP-Ka­beln), um den Übergang, die Umstellung möglichst fließend zu gestalten. Als schließlich nur noch eine DOS-Ma­schi­ne übrig war (zum Teil infolge von Hardware-Aus­fällen, zum Teil durch veränderte Aufgabenstellungen einzelner Rech­ner) wurde der interne (PCI) Hup in einem der Server durch einen externen Ethernet-Switch ersetzt  – was dann auch eine spürbare Entlastung des Netz­werkes als sol­chem mit sich brachte, da der weit­aus größte Teil des Ver­kehrs aus Punkt-zu-Punkt Verbindungen besteht, die sich nun nicht mehr ge­gen­sei­tig be­hin­dern.

Das LAN Layout

Gegenwärtig – Frühjahr 2008 u.Z. – besteht das ak­tive Netz hier aus vier Maschinen (das vor­he­ri­ge Layout ist an anderer Stelle do­ku­men­tiert). Hinzu kommen bei Be­darf eigentlich ver­ren­te­te Sy­ste­me (wie Christine oder Pau­line) so­wie ein­zel­ne Ba­stel­rech­ner, um bestimmte Hard­ware-Kon­stel­la­tio­nen und Software-Installationen zu testen.

In der folgenden Abbildung ist zudem eine Grup­pe vir­tu­eller Maschinen zu sehen, bei de­nen es sich jeweils um Installationen ver­schie­de­ner Be­triebs­systeme bzw. Be­triebs­sy­stem-Versionen han­delt, die benötigt werden, um wäh­rend der Soft­ware-Ent­wick­lung die Lauf­fähig­keit der ent­ste­hen­den Pro­gram­me zu testen.

die Hosts und Geräte im LAN
Netzwerk-Skizze Hosts / Geräte
Netzwerk-Skizze Host-Beschreibung TipTel Virtuelle Maschinen EPSON Scanner Host-Beschreibung Nele Host-Beschreibung Pauline LAN Switch Host-Beschreibung Christine Netz-Drucker Host-Beschreibung Kroisos Host-Beschreibung Katharina ADSL Modem Host-Beschreibung Barbara Host-Beschreibung PABX Grosse Weite Welt Große Weite Welt Grosse Weite Welt
ADSL Modem ADSL Modem
Barbara Host-Beschreibung Barbara
Christine Host-Beschreibung Christine
Drucker Netzwerk Drucker
Katharina Host-Beschreibung Katharina
Kroisos Host-Beschreibung Kroisos
Nele Host-Beschreibung Nele
PABX Host-Beschreibung PABX
Pauline Host-Beschreibung Pauline
Scanner Scanner
Switch LAN Switch
Virtuelle Maschinen Host-Beschreibung

Dienste und Dämonen

Auf den verschiedenen Linux-Hosts werden die ne­ben­stehend angegebenen Dienste ein­ge­setzt bzw. an­ge­bo­ten. Alle Hosts sind (via /etc/hosts.{al­low|de­ny}, /etc/xinetd.conf sowie den je Programm-spe­zi­fi­schen Konfigurations-Dateien) so konfiguriert, daß Ver­bin­dungen aus­schließ­lich von innerhalb des LAN sowie ggf. be­son­de­ren Host/User/Paßwort Kom­bi­na­tio­nen akzeptiert wer­den. Die Administration er­folgt i.d.R. von Nele aus via SSH.

In der Tabelle nicht angegeben sind jene Dienste, die le­dig­lich jeweils lokale Bedeutung haben, also keine Netz­werk-Funktionalität zur Verfügung stel­len, wie bei­spiels­wei­se der autofs Dämon, der bei Be­darf NFS-/SMB-/loop- oder physische Geräte wie Disketten- oder CD-ROM-Lauf­werke ins lokale Da­tei­sy­stem ein­bin­det; auch crond oder xinetd ge­hören in diese Kategorie. – Der le­dig­lich bei Kroi­sos explizit erwähnte syslog Dämon läuft na­tür­lich auf allen Ma­schi­nen. Die Protokoll-Mel­dun­gen wer­den von den an­de­ren Hosts jedoch an den zentralen Sys­log-Ser­ver wei­ter­ge­lei­tet, wo sie u.a. auch aus­ge­wer­tet/ ar­chi­viert werden.

Zur Datensicherung benutzen die Maschinen ein Shell-Script, das ich Mitte der 90er Jahre ge­schrie­ben habe. Es erzeugt, abhängig vom Wo­chentag, komplette oder inkrementelle Backups von Ver­zeich­nis-Struk­tu­ren sowie – ganz nebenbei – auch seine eigene Dokumentation. Anfangs landeten diese Backup-Archive zentral bei Barbara, weil die er­zeug­ten Dateien lange Namen haben, die vom da­ma­li­gen NetWare Server nicht ganz problemlos gehandhabt wurden. Als dieses Betriebssystem indes durch GNU/Li­nux ersetzt war, wurde für eine Zeit­lang Chri­stine Ziel der Backups, die dann spä­ter von Pau­line abgelöst wurde. Nach de­ren Ver­ren­tung schließ­lich ist Kroisos Herberge der Backup-Archive al­ler anderen Ma­schi­nen.

Dienste im Netz
 Dienst   Host 
Apache
(Web-Server)
Kroisos
Bind
(Nameserver)
Barbara (primary)
Kroisos (secondary)
CVS
(Versions-Kontroll-System)
Kroisos
cvsTrac
(Bug-Tracking-System)
Kroisos
ht://Dig
(Volltext Datenbank)
Kroisos
Barbara (Aktualisierung)
HylaFAX
(Fax-Server)
Barbara
INN (News-Server) Kroisos
MySQL
(Datenbank-Server)
Kroisos
NFS
(File-Server)
Kroisos
Samba
(SMB/CIFS)
Kroisos
Postfix
(Mail-Server)
Barbara (Domäne)
Kroisos
Nele
SSH
(Secure Shell)
Barbara
Kroisos
Nele
Syslog
(Protokoll-Server)
Kroisos
WWWOffle
(FTP/HTTP Cache/Proxy)
Barbara


Jene Hosts, die nicht (mehr) ständig in Betrieb sind oder kei­ne Netzwerk-Dienste zur Ver­fü­gung stellen (wie etwa Chri­stine, Katha­ri­na oder Pau­line) sind in diese Ta­bel­le nicht aufgenommen.